Finanzwissen gefragter denn je

Zwischen Lockdowns und Lockerungen hat auch die Weitergabe von Wissen fundamentale Veränderungen durchgemacht. Das gilt nicht zuletzt auch für das Finanzwissen, das in der Schule vermittelt oder eben nicht vermittelt wird. Da wundert es nicht, dass aktuell gerade Jugendliche in der Schule mehr zum Thema Geld und Finanzen lernen möchten.

Wünschten sich 2018 noch 89% der befragten 1010 Jugendlichen zwischen 16 und 25 Jahren, dass „alles, was mit den Themen Geld und Finanzen zu tun hat, bereits in der Schule ausführlich vermittelt würde“, sind es in diesem Jahr bereits 92%. Dies jedenfalls ist eines der Ergebnisse des forsa „W2 Jugend-Finanzmonitor“ 2021.

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Außerdem liefert die Studie weitere spannende Erkenntnisse dazu, wie es um das Verhältnis von Jugendlichen und deren Finanzen so steht. Spoileralarm: Das Taschengeld fließt (wieder) etwas üppiger, während der Finanzwissendurst zunimmt und die Finanzwissensquellen weiter versiegen.

Der „Cash-Flow“ der Jugendlichen

Dem forsa-Jugend-Finanzmonitor zufolge ist das regelmäßige Taschengeld der Eltern oder von Oma und Opa nach wie vor Einnahmequelle Nummer 1 für die Jugendlichen. Mit 57% sind es demnach sogar ein Prozent mehr der Jugendlichen, die diesen Finanzfluss als den wichtigsten beschreiben. Parallel zu diesem leichten Anstieg sank der Ferienjob/regelmäßige Minijob in seinem Beitrag zum Cashflow der Jungen und Mädchen.

Insgesamt bestätigen die Mehrheit der befragten Jugendlichen, dass sie mit diesem Einkommen ein überwiegend sehr gutes oder gutes Auskommen haben. Der Anteil derer, denen Taschengeld und Co. nicht zum guten Leben reichen, nahm im Vergleich zu den letzten Jahren kontinuierlich ab. Ob es an der neuen Bescheidenheit der Jugendlichen, am Mangel am Möglichkeiten, das Geld auszugeben  oder aber an einer zunehmenden Großzügigkeit der Eltern und Großeltern liegt, wissen wir leider nicht.

Deutlich höhere Banking-App-Nutzung

Banking-Apps, so die Studie, gewinnen zunehmend an Bedeutung für den finanziellen Alltag der Jugendlichen. Gut zwei Drittel der etwas älteren Kids gaben nämlich an, im laufenden Jahr eine oder gar mehrere Banking-Apps auf ihrem Smartphone genutzt zu haben. Das sind 23% und damit fast ein Viertel mehr als noch 2018.

Interessant ist an dieser Stelle, dass die Elterngeneration mit dem digitalen Adaptionstempo ihrer Kinder kaum mithalten kann. So ist es mit 54% nur etwas mehr als die Hälfte der Mamas und Papas, die ihr Smartphone zücken, um über eine Banking-App ihre Geldgeschäfte zu erledigen.

Finanzwissen verebbt

Die Frage nach dem eigenen Finanzwissensstand ist sicher immer eine subjektive, nichtsdestotrotz aber auch eine, die sehr aufschlussreiche Einblicke liefert und Trends aufzeigt. Was den eigenen Wissenshorizont in Sachen Finanzen betrifft, weist dieser Trend bei den von forsa befragten Jugendlichen klar nach unten.

Immer weniger gaben nämlich in der Studie an, gut über Finanzthemen informiert zu sein, während immer mehr ihr Wissen über Finanzen als mangelhaft einschätzen. So hat sich diese Gruppe verglichen zu 2018 fast verdoppelt.

Auch in der Generation der Eltern zeichnet sich genau dieser Trend ab. Während hier aber die Abnahme in der „gut“-Gruppe von einem Drittel in 2018 auf unter ein Viertel in 2021 fast schon dramatisch ausfällt, blieb der Anteil jener, die ihr elterliches Finanzwissen als mangelhaft ansehen, gleich.

Ein noch genauerer Blick darauf, wo genau die Finanzwissenslücken der Jugendlichen besonders groß oder klein sind, zeigt: Damit aus den Kids veritable Häuslebauer werden, müssen noch einige Schippen an Immobilienkreditwissen draufgelegt werden. Andererseits beurteilt immerhin fast die Hälfte der befragten Jugendlichen ihre Finanzfähigkeiten in Sachen Geldanlage als gut oder wenigstens befriedigend. Und mit 56% wissen dann doch viele Jugendliche gut darüber Bescheid, wie sie ein Girokonto eröffnen.

Woher das Finanzwissen stammt

Schaut man darauf, woher Jugendliche wissen (oder nicht wissen), was es mit den Finanzen so auf sich hat, erweisen sich die Eltern mit 83% als die Informationsquelle Nummer 1. Das Internet ist mit 45% der zweitwichtigste Geldberater, gefolgt von der Bank und von Freunden. Die Schule nimmt mit 22% nur den sechsten Platz ein, weit hinter Fernsehen und Zeitungen, aber immerhin noch vor den Social Media und Influencern und ja, auch weit vor dem Finanzamt.

Sofern Jugendliche also auf ihre Eltern, das Internet oder auf die freundliche Bank hören und ihr Geld anlegen möchten, setzen sie vor allem auf Sicherheit. Hohe Renditen und Zinsen spielen natürlich auch eine Rolle, doch sollte auch die Flexibilität nicht zu kurz kommen.

Ethische, soziale und ökologische Aspekte und damit die Nachhaltigkeitsziele (SDGs) von Investments sind aktuell zwar „nur“ gut zwei Drittel der Jugendlichen wichtig oder sehr wichtig, doch mit Sicherheit wird dieser Anteil mit zunehmenden Informationen darüber künftig weitaus höher liegen.

Finny, der Finanzcoach

Unsere Mobile Banking App für Kinder zwischen 7 und 12 Jahren vermittelt Finanzwissen altersgerecht und macht Geld und Sparen zum spannenden Spiel. Die Gamification von Geldwissen hilft Kindern dabei, sich dem Thema auf eine für sie natürliche und spannende Weise zu nähern. Schritt für Schritt und gemeinsam mit den Eltern, Freunden und Verwandten können sie damit wichtiges Finanzwissen aufbauen und sich klare Sparziele setzen.

Regelmäßige Challenges bringen dabei nicht nur Spaß, Auszeichnungen und Belohnungen, sondern sorgen dafür, dass neben dem Wissen rund um die Geldwelt auch das digitale und fassbare Taschengeldkonto nach und nach zulegt.

Den forsa „W2 Jugend-Finanzmonitor“ 2021 gibt es hier als PDF:

https://www.schufa.de/media/images/10_die_schufa/130_presse/pressemitteilungen_2/jfm_21/WirtschaftsWerkstatt_Jugend-Finanzmonitor_2021_Charts.pdf