Finny Apps im Härtetest

Wer gut ist, will natürlich besser werden – auch und gerade in einer Beta-Phase. In dieser befinden sich derzeit noch unsere Finny Family & Finny Kids Apps. Beste Voraussetzungen also, um die Finny-Apps einem kritischen User- und Usabilty-Feedback zu unterziehen.

Hierfür haben wir uns Hilfe gesucht und sie bei den Spezialisten für User Experience Management der Fachhochschule Technikum Wien gefunden. In unserem Auftrag entwickelten die Studierenden Florian Frühberger, Franz Glock, Lena Krammer und Konstantin Trinkl Aufgaben und Tests, um die Finny Family & Finny Kids Apps auf Herz, Nieren und vor allem auf Nutzerfreundlichkeit zu untersuchen. Dabei stellten sie nicht nur ihren wissenschaftlichen Spürsinn unter Beweis, sondern zeigten auch, dass sie ihre Kreativität gerade in Corona-Zeiten clever einzusetzen wussten, um die Finny-Apps trotz Kontaktbeschränkungen sicher und aussagekräftig testen zu lassen – remote, vor Ort in Wien, per Webcam, Video und Audio.

Nach dem User Test ist vor dem nächsten User Test

Bereits im vergangenen Jahr hatten wir die Finny-Apps ausführlichen Nutzertest unterzogen. Mit den kontinuierlichen Erweiterungen der Finny-App-Funktionen und regelmäßigen Bug-Fixings entwuchs unsere Beta-App immer weiter ihren Kinderschuhen. Doch, wo genau befinden wir uns mit der aktuellen Beta-Version? Eine gute und wichtige Frage, die uns am Ende nur unsere User beantworten können. Sie sind es vor allem, deren Feedback wir brauchen, um weitere Verbesserungen vorantreiben und implementieren zu können. Das schließlich rief die Wissenschaftler:innen der Fachhochschule Technikum Wien auf den Studien-Plan.

Die Testpersonen

Unter dem eingängigen Motto „8 Familien, 2 Apps, 14 Aufgaben“ machten sich die (angehenden) Wissenschaftler:innen also ans Werk bzw. daran herauszufinden, wie nutzerfreundlich die Finny Family & Finny Kids App sind.

Als Probanden wurden Eltern-Kind-Duos aus Österreich und Deutschland gewählt. Das Alter der Kinder lag zwischen 8 und 12 Jahren, das der Eltern im Bereich von 31 bis 49 Jahren. Weder Eltern noch Kinder kannten die Finny-Apps vor den Tests. Unvoreingenommene User-Experience, also. Das Smartphone stellt für alle Probanden einen selbstverständlichen täglichen Begleiter dar – als Kommunikationsmittel und Kamera, zur Unterhaltung, zur Kindererziehung und zum Online-Banking.

Der Testablauf

Von A wie Accounterstellung bis Z wie Zahlung des Taschengelds: In diesem Bereich bewegten sich die Aufgaben, die die Finny-Apps-Testnutzer ausführen und deren Nutzerfreundlichkeit bewerten sollten. War es kinderleicht (auch für die Eltern)? War es schwierig? Wie lange brauchten Eltern und Kinder, um Aufgaben wie „Vorgegebenes Bankkonto verknüpfen“, „Profil anlegen/Profil erstellen“ oder auch „Bargeldstand innerhalb der App finden“, „Finanzkompetenzübungen finden“ und „gewissen Betrag in das Sparziel investieren“ zu lösen?

Für die Finny Family App lässt sich zusammenfassend sagen, dass6 von 7 Tasks von mehr als der Hälfte der Personen ohne Hilfe abgeschlossen wurden“ Anders gesagt: Die Eltern fanden sich in der App gut zurecht.

Besonders einfach fiel allen Eltern dabei die Einstellung einer automatischen Taschengeldzahlung. Das wiederum, so vermuten wir zumindest, fanden ihre Kinder gut.

Auch bei der Auswertung der Nutzerfreundlichkeit der einzelnen Finny Kinds App Anwendungen steht unterm Strich, dass 6 von 7 Tasks von mehr als der Hälfte der Kind-Probanden mit Leichtigkeit abgeschlossen wurden. Besonders einfach erschien den angehenden jungen Finanzheld:innen dabei die Aufgabe, ein eigenes Profil anzulegen und sich selbst auf der Rangliste zu finden. Auch die Aufgaben Freunde einzuladen, den Bargeldbestand innerhalb der App zu finden und eine Einzahlung vorzunehmen, meisterten die Kids ganz easy. Klar, gehören People, Popularität und das Pekuniäre an sich ja auch zum Rüstzeug für die Ausbildung eines feinen Finanzriechers.

Schnelle Eltern, flinkere Kinder

Dass Zeit Geld ist und Schnelligkeit sich in einigen Finanztransaktionen auszahlt, wird jeder Börsenhändler, Broker und Banker sicher genau so unterschreiben. Doch, welche Rolle spielt Geschwindigkeit bei der Nutzerfreundlichkeit?

Eine wichtige, natürlich. Deshalb wollten die angehenden Wiener Wissenschaftler:innen wissen, wie schnell Eltern und Kinder beim Ausführen der jeweiligen Finny-App-Funktionen sind – schneller oder langsamer als erwartet?

Bis auf die Accounterstellung lag die Zeit, die die Eltern benötigten, um die gestellten Finny-App-Aufgaben zu lösen, unter der Zeit, die von den angehenden User-Experience-Spezialist:innen erwartet wurde, teilweise sogar erheblich (siehe Taschengeld, Geldstand und Sparziel)

Noch flinker waren dagegen die Kids. Nur beim Einzahlen des Sparziels benötigten sie etwas länger als erwartet. Alle anderen Aufgaben lösten sie deutlich schneller als im Vorfeld veranschlagt.

Wie gesagt: Zeit ist Geld und wer schnell versteht, wie Finanzen so funktionieren, hat mehr Zeit für die die anderen angenehmen Dinge im Leben (siehe Profil und Freunde einladen).

Unsere Beta-App und die Benchmark

Wo genau stehen die Finny Family App und Finny Kids App verglichen zu anderen Anwendungen?

Auch das hat der Nutzer-Test der Fachhochschule Technikum Wien herausgefunden. Basis war der so genannte User Experience Questionnaire (UEQ), ein standardisierter Fragebogen, der eingesetzt wird, um unterschiedliche Anwendungen in Sachen Attraktivität, Effizienz, Durchschaubarkeit, Verlässlichkeit, Stimulation und Originalität miteinander vergleichen zu können.

Das wiederum geschieht durch 26 bipolare Wortpaare (bspw. unverständlich – verständlich; einfach zu lernen -schwer zu lernen; langweilig – spannend).

Mit dem User Experience Questionnaire soll vor allem herausgefunden werden, ob eine Anwendung nicht nur hedonistische Aspekte berücksichtigt (also Freude, Spaß und Anregung zur Aktivität), sondern auch ganz pragmatisch betrachtet funktioniert.

Für die Finny Family App ergibt die UEQ -Auswertung viel Licht und etwas Schatten:

Zunächst einmal die Pluspunkte: Die Finny Family App hält sich in allen getesteten Bereichen über dem Durchschnitt auf, wobei sich die Durchschnittswerte aus den Ergebnissen von über 4000 getesteten Anwendung ergeben. Das macht uns natürlich stolz!

Die weniger lichten Momente ergeben sich in Sachen Effizienz und Stimulation. Hier hat unsere App am schlechtesten abgeschnitten, was bedeutet, dass wir in Sachen einfache und schnelle Navigation wie auch User-Aktivierung definitiv weitere Verbesserungen vornehmen werden.

Die Finny Kids App schlug sich in Sachen hedonische Qualität hervorragend, also weit über dem Durchschnittswert. Das ist eine gute Nachricht, weil es bedeutet, dass die Finny Kids App wirklich Finanz-Fun bringt. Oder, um es in den O-Tönen der Kids zu sagen: Die Finny Kids App ist „Spaß“, „Rangliste“, „Likable“, „Gut zum Sparen“!

Bei der pragmatischen Qualität liegt die Finny Kids App auch über dem Durchschnitt, doch ist in Sachen Schnelligkeit der App-Abläufe und User-Unterstützung noch Luft nach oben.

Unser Versprechen: Weitere Verbesserungen

Was wären die Ergebnisse einer User-Experience- Studie, wenn sie nicht vor allem als Aufforderung zur Verbesserung verstanden würden? Genau diese werden wir auf Basis der Resultate dieser spannenden Studie vornehmen.

Verbesserungen bei Finny Family App:

  • Die Bankkonto-Anbindung wurde als etwas schwieriger wahrgenommen, weil es ein Demo-Bankkonto war. Mit dem echten Bankkonto des Users wird es einfacher sein. Umso mehr, weil die Finny Family App mehr als 2700 Bankkonten in Deutschland und Österreich unterstützt. Mehr Infos dazu finden sich hier: https://www.fintune.ch/de/finny-bankenliste/
  • Verbesserungen in der Registrierung und Anmeldung (Timeout, Passwort-Hinweis) werden wir in der nächsten Iteration gezielt vornehmen.
  • Wir verbessern die Benutzer-Erfahrung beim Setzen des Passworts.
  • Wir erweitern die Zeit bis man sich wieder neu einloggen muss.

Verbesserungen bei Finny Kids App:

  • Die Navigation bei den „Home“-Screens die keine Bezeichnung der Menüs haben, ist schwierig. Wir entwickeln diese Verbesserung im zweiten Quartal.
  • Wir vereinfachen den Text in der Kinder App und das Zuweisen von Geld zu Zielen.

Wir freuen uns auf weitere Etappen, Erkenntnisse und Erfolge und darauf, die Erwartungen an die Finny Familiy App und Finny Kids App noch besser und genauer umzusetzen – für eine Finanzerziehung mit Spaß-Faktor. Mit kindgerecht vermitteltem Finanzwissen, dass die Kids spielend und lernend zu Finanz-Verstehern macht – mit dem coolen Gaming-Faktor, der clevere Geld-Held:innen Level für Level zu Höchstleistungen verhilft.

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