Gender Equality
beim Taschengeld

“Eines Tages merkte ich, dass die Jungs für die gleiche Arbeit mehr bekamen! Das war ein Schock!” Diese Erfahrung beschreibt Dr. Mara Harvey in ihrem Kinderbuch “Martys erstes Geld”, wie sie selbst plötzlich in einen ungerechtfertigten Gender Pay Gap geriet. Damals wurde der inzwischen erfahrenen und erfolgreichen Bankerin schnell klar, wie ungerecht sie dies empfand. Dies war die treibende Kraft, sich für die Gleichstellung der Geschlechter einzusetzen. Die Erkenntnis, dass viele Mädchen Lohnunterschiede schon beim Taschengeld erleben, war die Initialzündung für ihre zweite Karriere als literarische Vermittlerin von kindgerechtem Finanzwissen.

(Quelle der Abbildung: „Martys erstes Geld“, Mara Harvey)

Umso verständlicher also, dass es in ihren Reime-Büchern vor allem kleine Heldinnen sind, die durch bedachten und vorausschauenden Umgang mit ihrem Taschengeld die eingängigen „money messages“ – also die Kurzbotschaften in Sachen kindgerechtes Finanzverständnis – an die jungen Leserinnen und Leser vermitteln. Ein besonders dankbarer Nebeneffekt besteht dabei darin, dass Mamas und Papas, die die tollen Geld-Geschichten vorlesen, ihre Taschengeldwahrnehmung quasi im Rhythmus der Verse verändern können – weg von Ungleichheiten zwischen Jungen und Mädchen und hin zu Fairness und Transparenz in Sachen Finanzen und deren Verteilung.

Gleiche Arbeit, weniger Geld: Die Rechnung geht nicht auf!

Wenn man Mädchen weniger Taschengeld gibt als Jungen oder sie für dieselben Hausarbeiten mit weniger belohnt, begeben sich die Kleinen sozusagen schon von Kindesbeinen unfreiwillig in den Gender-Pay-Gap-Spagat. Stattdessen sollte man vielmehr von Anfang an auf Gleichgewicht beim Geld und auf Balance bei der Bezahlung setzen. Denn geschlechtsspezifische Taschengeldgefälle münden irgendwann in Einkommensunterschiede zwischen Männern und Frauen.

Dass diese leider nach wie vor bestehen, manifestiert sich unter anderem im Gender Equality Index 2020 des Europäischen Instituts für Gleichstellungsfragen (EIGE). Für Deutschland zeigt dieser bei der Domäne „Geld“ einen Wert von 84,9. Das ist zwar einerseits über dem EU-28-Durchschnitt von 80,6. Andererseits aber ist dieser Punktestand eben auch noch weit entfernt von einer wirklichen Geschlechtergleichheit, was den Zugang zu finanziellen Ressourcen, Einkommen und Armutsrisiko angeht – und ganz nebenbei auch fast zwei Zähler hinter Österreichs Gender-Money-Equality-Score von 86,7 liegt.

Um der weiteren Verfestigung solcher Lücken vorzubeugen, will Dr. Mara Harveys mit ihren Kinderbüchern zum Thema Finanzerziehung bereits im Taschengeldalter ansetzen. Werden hier nämlich schon die geschlechtsspezifischen Unterschiede in Sachen Bezahlung und Belohnung thematisiert, erfahren damit auch die Eltern bereits in dieser Phase eine entsprechende Sensibilisierung dafür. Wenn Mama und Papa zusammen mit ihren Kindern die wundervollen Reime-Bücher der Top-Finanzmanagerin lesen, können sie ihrerseits reflektieren, wie gemein und ungerechtfertigt es eigentlich ist, dass Mädchen zwischen rund 10 und 30 Prozent weniger Taschengeld bekommen. Und wie sehr dieser Umstand letztlich auch einer weiteren Zementierung der Gender Pay Gap Vorschub leistet.

Finny macht Finanzerziehung zur Familiensache

Als erste Mobile Banking App für Kinder zwischen 7 und 12 Jahren, bringt die Finny Kids App allen Kindern alles Wissenswerte rund um das Thema (Taschen-)Geld Schritt für Schritt und Level für Level näher. Der Fokus dieser kindgerechten Finanzerziehung liegt dabei ausdrücklich darauf, Kompetenzen in Sachen Sparen, Ausgeben und Anlegen aufzubauen – und das spielend und altersgerecht.

Mädchen wie Jungen lernen mit Finny gleichermaßen gut, wie man Sparziele definiert und visualisiert und wie man Taschengeld digital und physisch sparen und verantwortungsvoll ausgeben kann. Herausfordernde Aufgaben rund um das Thema Finanzen können zusammen mit Mama und Papa gelöst und Belohnungen dafür ausschließlich von den Kindern „kassiert“ werden.

In jeder Phase und all seinen vier verschiedenen Formen und Welten, ist Finny immer ein toller Guide durch die spannende Geld-Welt. Dank der Rangliste können sich Jungen und Mädchen mit- und untereinander messen: Wer hat die meisten Aktivitäten abgeschlossen, wer seine Sparziele erreicht, wer die meisten Punkte gesammelt und wer führt diesen Monat das Leaderboard an? Ein Junge? Ein Mädchen? In jedem Fall ein Finanz-Fuchs, ein Super Sparer oder eine schlaue Eule.

Lesenswerte Links:

  • In Dr. Mara Harveys Buch „Martys erstes Geld“ könnt Ihr hier reinlesen und es natürlich auch gleich bestellen
  • Hier findet Ihr ein spannendes Feature zu Dr. Mara Harvey und ihren Kinderbüchern.
  • Stöbern im Gender Equality Index 2020? Hier entlang