Guter Umgang mit Geld – Was ist das überhaupt?

10 Fertigkeiten des Geld-Umgangs

Geld ist ein wichtiger Teil unseres Lebens. Wir haben täglich damit zu tun, es beeinflusst fast alle unsere Entscheidungen und ist ausschlaggebend für unsere Lebensumstände. In der heutigen Lebensrealität, die geprägt ist von Digitalisierung, Social Media und schnellem Konsum, wird der nachhaltige Umgang mit Geld nicht unbedingt leichter. Gerade deshalb ist fundierte Finanzbildung schon in frühen Jahren so wichtig.

Doch was gehört zu einem guten Umgang dazu? Unser Financial Literacy Partner Three Coins berichtet heute davon, welche Kompetenzen eigentlich hinter Finanzkompetenz oder Financial Literacy stecken?

Laut OECD ist Finanzkompetenz jene Kombination aus Bewusstsein, Wissen, Fähigkeiten, Einstellungen und Verhalten, die notwendig ist, um fundierte finanzielle Entscheidungen zu treffen und letztlich für das eigene finanzielle Wohl zu sorgen. Es geht also um eine Mischung aus (Selbst-)Reflexion, theoretischem Wissen und praktischen Fertigkeiten, die es uns schlussendlich erlaubt, ohne Geldsorgen durchs Leben zu gehen.

10 Fertigkeiten des Geld-Umgangs

Schön und gut, aber was bedeutet das nun für die konkret? Basierend auf einem internationalen Vergleich von Lehrplänen und Forschungsergebnissen können folgende zehn wichtige Fertigkeiten zusammengefasst werden, die die Finanzkompetenz von Kindern im Grundschulalter ausmachen.

  • Funktion und Wert von Geld kennen
  • Bewusstsein dafür haben, dass Geld eine begrenzte Ressource ist
  • Bereitschaft zum Bedürfnisaufschub aufbringen
  • Zwischen Wert und Preis unterscheiden können
  • Unterscheidung zwischen Dingen, die man braucht und die man „nur“ will kennen
  • Ausgabenpräferenzen kennen und Gründe dafür nennen können
  • Grundlegende Funktionsweisen von Werbung kennen und Verlockungen widerstehen können
  • Überblick über die eigenen Ausgaben behalten
  • Unterschiedliche Formen von Einkommen kennen
  • Kurz- und langfristige Sparziele nennen und diese auch erreichen können

Diese Liste sieht jetzt auf den ersten Blick sehr umfassend aus. Wie soll man einem Kind all diese Fertigkeiten vermitteln? Die gute Nachricht ist: Kinder lernen schnell und sie lernen vor allem durch Imitation und Übung.

Zum Beispiel: Einkaufen

Wie man grundlegende Finanzkompetenz-Themen im Alltag unterbringt, lässt sich leichter an einem Beispiel veranschaulichen. Schon beim Einkaufen im Supermarkt gibt es zahlreiche Gelegenheiten über den verantwortungsbewussten Umgang mit Geld zu sprechen:

  • Laut denken: Erkläre deinem Kind während des Einkaufs, warum du dich für eine spezifische Produktvariante entscheidest.
  • Preisvergleich: Vergleicht die Preise einer Produktkategorie und überlegt gemeinsam, warum eines teurer ist als das andere.
  • Bauchen vs. Wollen: Teilt euren Einkauf in zwei Kategorien ein – welche Dinge im Einkaufswagen braucht ihr wirklich, welche wollt ihr nur?
  • Eigenes Budget: Gib deinem Kind ein kleines Budget, das es beim Einkaufen selbstständig einsetzen darf.

An diesen Beispielen kann man deutlich erkennen, dass es im Grunde nicht um die theoretische Vermittlung von Lerninhalten geht, sondern darum, mit gutem Beispiel voranzugehen, Kinder an Entscheidungsprozessen teilhaben zu lassen, ihnen den nötigen Spielraum zu geben selbst auszuprobieren – und allem voran: das Thema Geld nicht weiter als Tabu zu behandeln, sondern offen und ehrlich anzusprechen. Denn Finanzkompetenz bedeutet nicht (nur), sich mit Zahlen und Zinsen auszukennen. Man braucht mehr als nur theoretisches Wissen, um verantwortungsvoll mit dem eigenen Geld umzugehen. Es geht bei diesem Thema vor allem auch um den Menschen als Individuum, seine Werte, Vorstellungen, Ängste und Wünsche. Es geht darum, als Pilot*in seines Geldlebens das eigene Verhalten positiv zu verändern.

Bild-Quellen

Mit Finny Finanzerziehung
vorausschauend gestalten

Finny Family

für Eltern
Finanzerziehung im Alltag

Finny Kids

für Kinder 7-12 Jahre
Finanz-Superhelden gesucht