Krypto-währungen:
Knowhow für Kinder

„Bitcoin, was ist das, Mama?“ „Papa, was bedeutet Ethereum?“  Seien wir ehrlich: Solche Fragen würden viele von uns aus unseren gewohnten Bahnen der Vermittlung von Finanzwissen werfen. Nicht unbedingt deshalb, weil unsere Kinder etwas über Kryptowährungen wissen wollen, sondern vielmehr, weil wir höchstwahrscheinlich in Erklärungsnot gerieten. Damit wären wir allerdings auch nicht alleine. Laut einer aktuellen Umfrage des deutschen IT-Spitzenverbandes Bitkom, sind nämlich 66 Prozent der Deutschen der Meinung, dass Kryptowährungen zu kompliziert sind.

Wenn also schon zwei Drittel der Erwachsenen in Sachen Cybergeld die Schultern zucken, wie soll man diese komplexen Konstrukte dann auch noch Kindern erklären, so dass diese sie zumindest in ihren Grundzügen verstehen? Muss man als Eltern seinen Kindern überhaupt darlegen, was es mit Bitcoins und Co. auf sich hat?

Wahrscheinlich schon, denn immerhin sind laut oben erwähnter Bitkom-Studie 43 Prozent der 16-29-jährigen davon überzeugt, dass Kryptowährungen eine sichere Alternative zum etablierten Geldsystem darstellen. So oder so – und darüber sind sich fast alle Experten einig – werden Cyberwährungen nicht wieder einfach verschwinden, sondern vielmehr den zukünftigen Zahlungsverkehr entscheidend mitprägen.

Digitales Geld fassbar machen

„Wusstest Du, dass das durchschnittliche tägliche Handelsvolumen von Bitcoin mit 39,1 Milliarden US-Dollar höher liegt als das von Apple, Amazon, Microsoft, Alphabet und Facebook zusammengenommen?“ Interessante Information, aber wenig hilfreich, um Kindern zu erklären, was Krypto- bzw. Cyberwährungen oder Cybergeld eigentlich sind, wo sie herkommen, wie sie funktionieren und welche Chancen und Risiken sie bergen.

Dabei ist es doch eigentlich ganz einfach, oder? Kryptowährungen sind im Grunde digitales Geld. Mittlerweile gibt es etwa 1.400 davon und im Prinzip werden alle von ihnen über bestimmte verschlüsselte Rechenwege im Computer „hergestellt“, also quasi über eine digitale Notenpresse, die jeder bedienen kann, der über entsprechende Hard- und Software und auch Berechtigung verfügt. Dieses Cybergeld kann dann von eigentlich jedem gekauft, überwiesen und ausgegeben werden, der über eine digitale Brieftasche verfügt, in die das Cybergeld passt. So weit, so richtig, zumindest im Groben.

Doch würde eine solche Erklärung einem Kind wirklich helfen, sich die Welt rund um Bitcoin, Ethereum, Ripple und Co. erschließen zu können? Einerseits sind die meisten Kinder hier und dort ja schon mal mit digitalem Geld in Berührung gekommen.

Denken wir dabei nur an bereits etablierte und weit verbreitete digitale Bezahlmodelle wie PayPal, die Kinder ja auch irgendwie „kennen“, wenn sie Mama und Papa beim Online-Shoppen und Bezahlen beobachten. Oder denken wir an unsere Finny Family App, über die Eltern und Erziehungsberechtigte das Taschengeld in bar oder digital per Überweisung über die Finny Kids App an ihre Kinder auszahlen können.

Die erhaltenen Münzen und Scheine sind auf dem Screen sichtbar, Geldbeträge haben in der Mobile Banking App eine Währung und wenn ein Sparziel erreicht wurde, kann das Geld ja tatsächlich auch angefasst und ausgegeben werden.

Anders bei Cyberwährungen: Sie besitzen schlicht und ergreifend keine Form, die mit bekannten Geldscheinen und Münzen vergleichbar wäre. Sie bestehen am Ende nur aus Daten. Man kann Bitcoins und Co. also nicht anfassen, in die Spardose stecken, abheben, wiederum in die Hand nehmen und einfach irgendwo damit bezahlen. Zumindest nicht einfach so.

Kryptowährungen kindgerecht entschlüsseln

Kursschwankungen, dezentral, geheim – das sind mit die wichtigsten Schlagworte, die gemeinhin mit Cybergeld in Verbindung gebracht werden. Und womöglich sind zumindest zwei von ihnen, also dezentral und geheim, eine dankbare Eselsbrücke, um Kindern die Welt der digitalen Währungen etwas näher zu bringen.

1. Computergeld gehört in die Computer-Brieftasche

Stellen wir uns für einen Moment vor, dass das Geld nicht mehr aus der klassischen Bankfiliale oder dem Geldautomaten kommt und von dort aus aufs Taschengeldkonto überwiesen oder abgehoben und in die Spardose geworfen wird. Nein, das Geld ist sozusagen Computergeld. Viele Menschen haben es zusammen erschaffen und es besteht weder aus Münzen noch aus Scheinen, sondern aus Zahlen, die im virtuellen Raum herumschwirren. Da schließlich viele Menschen an der Erfindung beteiligt waren, gehört ihnen dieses Geld auch praktisch gemeinsam.

Wenn Mama und Papa nun das Taschengeld in Form von Cybergeld überweisen wollen, müssen sie das mit dem Computer tun. Und sie können es nur überweisen, wenn der Empfänger eine Computer-Brieftasche hat. Schließlich passt Computergeld ja nur dort hinein. Ebenso möglich ist es, die Computer-Brieftasche auf dem Smartphone zu haben. Das nennt man dann Wallet, also Brieftasche. Um zu verhindern, dass jemand Geld daraus stiehlt, hat diese Wallet einen Verschluss: einen geheimen Code. Und Krypto heißt ja bekanntlich „geheim“ oder „verschlüsselt“.

2. Alle kontrollieren das Kryptogeld

Bei der Taschengeldüberweisung kontrollieren alle anderen, die dieses Computergeld auch besitzen, ob Mama und Papa auch wirklich so viel Geld haben, um das Taschengeld zu überweisen. Wenn dann alle anderen mit dieser Überweisung einverstanden sind, wandert das Taschengeld in die Computer-Brieftasche des Kindes.

Wer was wann abhebt oder anderen überweist, wird dabei ständig in einem großen Kassenbuch notiert, das von jedem jederzeit und von überall aus eingesehen werden kann. Jeder Eintrag wird mit einem Stift vorgenommen, den man weder ausradieren noch mit Tintenkiller löschen kann, quasi eine Geheimtinte. Jeder, der Kryptogeld besitzt, bekommt zudem fortlaufend eine genaue Kopie von diesem Buch. Außerdem sind die Seiten des Kassenbuchs mit einem Super-Kleber festgemacht und lassen sich weder zerreißen noch heraustrennen. Das stellt sicher, dass keiner schummeln kann. So weit, so gemeinschaftlich.

3. Geld fürs Kontrollieren

Wie bei jeder Klassenkasse auch, gibt es einige, die regelmäßig überprüfen, ob das Kassenbuch wirklich auf dem neuesten Stand ist und alle Überweisungen richtig notiert wurden. Wer von diesen „Kontrolleuren“ am schnellsten nachrechnen kann, ob alles stimmt, bekommt eine Belohnung, natürlich in Form von Cybergeld. Schließlich ist es ja sehr anstrengend, alle Zahlen im Blick zu behalten und zu kontrollieren. Die Belohnung schließlich wird ihrerseits in das große Kassenbuch geschrieben. So wird das verfügbare Kryptogeld vermehrt.

4. Mit Cybergeld einkaufen

Stellt sich abschließend die Frage, was man mit diesem seltsamen Geld überhaupt anstellen oder gar in der wirklichen Welt kaufen kann. Tatsächlich gibt es einige Geschäfte, die Kryptowährungen akzeptieren. Bezahlen kann man dann – wie sollte es auch anders sein – mit der digitalen Brieftaschen-App (Wallet) auf dem Smartphone, in der sich das virtuelle Geld befindet.

Krypto-Links (auch für die Ohren):

  • Im BBC-Podcast The Missing Cryptoqueen gehen die Journalisten Olivia und Alex Bowen dem Krypto-Hype kriminalistisch auf die Spur
  • Auf Coinmap werden Kryptowährungen, ihre Geschichten, Chancen und Risiken kartographiert.
  • Die Bitkom-Studie zu Bitcoin & Co gibt es hier.

Finny macht’s digital vor

Mit der Finny Kids App als erste Mobile Banking App für Kinder zwischen 7 und 12 Jahren, erhalten die Jüngsten einen ersten fassbaren Eindruck davon, wie digitales Geld funktioniert. Dank der Verbindung von physischen Geld im Finny 3D Sparschwein und virtuellem Geld, das über die Finny Family App von Mama und Papa auf das Konto des Kindes überwiesen wird, lernen Kinder spielend, wie virtuelle Überweisungen funktionieren und wie man virtuelles Geld für physische Dinge sparen und ausgeben kann. Die einfach verständliche Transaktionsübersicht hilft zudem dabei, immer im Bilde zu sein, was das eigene Kassenbuch und die persönlich definierten Sparziele angeht. Da diese Sparziele mit eigenen Bildern versehen und visualisiert werden können, bleibt auch das Virtuelle plastisch und fassbar.

Als Vorreiter in Sachen Mobile Banking für Kinder, sind User der Finny Apps damit bestens vorbereitet, um aktuelles und künftiges digitales Finanzwissen kindgerecht zu entschlüsseln und gemeinsam mit Pädagogen, Eltern, Kindern und Entwicklern ein modernes und familienfreundliches Verständnis für Geld zu erschaffen – egal, in welcher Form es uns künftig begegnen wird.