Geschenke für Kinder sinnvoll
beschränken?

Der Trend zum teuren Weihnachtsgeschenk scheint sich dieses Jahr eher abzuschwächen. Einer repräsentativen Umfrage der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) zufolge werden die Deutschen diese Weihnachten 2 Prozent weniger tief in die Tasche greifen als noch 2020 und dieses Jahr im Schnitt „nur“ 325 Euro für Weihnachtsgeschenke auf die festlich geschmückten (virtuellen) Ladentheken legen.

Dabei weist der Trend in Sachen Ausgaben für Weihnachtsgeschenke nicht in jedem Haushalt nach unten. Tatsächlich will nämlich jeder Zehnte mehr Geld für Spielzeug, Brettspiele und Puzzle ausgeben. Anders gesagt, so die Studie, „wollen Familien mit Kindern insgesamt zwar weniger Geld für Geschenke ausgeben als im letzten Jahr, sparen dabei aber nicht bei den Geschenken für die Kinder.“

Und das tun sie vor allem schneller als die Jahre zuvor: Über ein Drittel der Befragten gab demnach an, das Weihnachtsgeschenke-Shopping dieses Jahr vorgezogen zu haben, damit die Kinder aufgrund globaler Lieferengpässe an Heiligabend nicht in einen leeren Geschenkesack schauen müssen.

Wie Weihnachtswunschzettel sich füllen …

Wie weihnachtlich es in Anbetracht dieser Gemütslage dieses Jahr auf dem individuellen Wunschzettel der Kinder wird, ist indes eine ganz andere Frage. Schließlich baut sich jedes Jahr vor dem Fest eine fast schon bedrohliche Kauf-Kulisse für Eltern auf. Nicht wenige Mamas und Papas sehen den Wunschzettel nämlich als eine Art Laufzettel, der sie quer durch die Gänge der Geschäfte und Online-Shops hetzen lässt. Befeuert wird dieser Druck in einem nicht zu unterschätzenden Maße durch die „Werbeverlockungen“, denen Kinder gerade zur Vorweihnachtszeit stark ausgesetzt sind.

Oft landen die in Werbespots angepriesenen Spielzeuge direkt auf dem Wunschzettel der Kinder. Andere „Literaturquellen“ für den Brief an den Weihnachtsmann sind die Wünsche der Freundinnen und Freunde im Kindergarten oder in der Schule. Auch hier holen sich Kinder Inspiration für ihren Weihnachtswunschzettel. Nicht zu vergessen sind schließlich auch Oma, Opa und andere Verwandte, die das Kind natürlich beschenken wollen und fragen, was es sich denn zu Weihnachten wünscht.

… und wie Eltern damit umgehen können

Ein langer Wunschzettel für Weihnachten muss zunächst keine Präsente-Panik auslösen. Vielmehr kann er für Eltern als Chance gesehen werden, die notierten Wünsche gemeinsam mit dem Kind zu besprechen. Braucht das Kind wirklich eine dritte Autorennbahn, eine zweite Konsole oder noch eine Superhelden-Spielfigur? Was davon ist ein wirklicher Herzenswunsch und welche Leidenschaft würde kurz nach dem Auspacken vermutlich verpuffen?

Vieles davon lässt sich bereits vor dem Abschicken des Weihnachtwunschzettels klären, wodurch die Liste nach und nach kürzer wird. Ebenso können Gespräche mit Oma, Opa und Co. im Vorfeld dazu beitragen, die Liste erst gar nicht so lang werden zu lassen. Das funktioniert vor allem dann besser, wenn man sich „interfamiliär“ auf „Weniger ist mehr“ einigt.

Und nicht zuletzt können kleine Kniffs und Tricks ihren Beitrag dazu leisten, dass der Wunschzettel nicht auf Endlospapier geschrieben wird:

• Wie wäre es beispielsweise, wenn man sich als Eltern mit dem Kind darauf einigt, dass die gewünschten Geschenke nicht aufgeschrieben, sondern ausschließlich gemalt werden sollten? Schließlich wissen wir alle nicht, wie es beim Weihnachtsmann um das Leseverständnis verschiedener Sprachen bestellt ist. Zudem erfordert das Malen mehr Zeit und fordert mehr Kreativität. Umso größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich Kinder dann ganz automatisch auf weniger beschränken, weil sie sich bewusst und kreativ auf bestimmte Wünsche konzentrieren.

• Die Kapazität eines Weihnachtsmann-Geschenkesacks ist tatsächlich begrenzt. Schließlich sollten wir alla auch an die armen Rentiere denken.

• Teilen ist das neue Haben: Wenn nur ein Kind sich ganz viele Sachen wünscht, bleibt weniger für die anderen. Denn die fleißigen Weihnachtselfen in der Spielzeugfabrik am Nordpol wollen ja auch mal ausruhen und können gar nicht so viele Spielzeuge herstellen.

Beschränken beim Beschenken

Wir wissen alle, dass wenn zu viel von einer Sache vorhanden ist, der Wert dieser Sache plötzlich schwindet. Manche nennen das Inflation, andere Überdruss am Überfluss. Nicht anders verhält es sich mit Geschenken für Kinder. Schließlich benötigen sie sowohl viel Zeit wie auch viel Platz und Aufmerksamkeit, um sich jedem einzelnen Spielzeug ausgiebig zu widmen. Daher ist es empfehlenswert, wenn Eltern und auch Großeltern sich auf ein großes hochwertigeres Geschenk einigen und ein-zwei kleinere Geschenke dazu packen.

Dann nämlich hat das Kind auch genügend Zeit und Konzentration übrig, seine mit Bedacht ausgewählten Geschenke in aller Ruhe zu betrachten, zu begutachten und damit zu spielen.

Wer an dieser Stelle immer noch überfordert ist, was die Weihnachtsgeschenkeauswahl für sein Kind angeht, dem sei hier die 4er-Regel des britischen Popstars Ed Sheeran wärmstens ans weihnachtliche Herz gelegt. Der weltbekannte Sänger und Songwriter hat sich beim Beschenken seiner Tochter nämlich zur Maxime gesetzt, dass sie genau vier Geschenke bekommt:

• eines, das sie will

• ein Geschenk, dass sie mehr oder minder braucht

• ein Geschenk, dass sie anziehen und eines, das sie lesen kann.

Finny Kids App: Taschengeld unter dem Tannenbaum

Mit der Finny Kids App als erste Mobile Banking App für Kinder zwischen 7 und 12 Jahren lernen Kinder die Welt des Geldes spielerisch kennen. Die Gamification, also die Adaption von Gaming-Elementen für die kindgerechte Vermittlung von Finanzwissen, stellt dabei einen zentralen Aspekt der Finny Kids App dar. Ebenso wird über die extra für Kinder entwickelte Mobile Banking App der Wert des Gelds vermittelt – und gerade zu Weihnachtszettelzeiten gewinnt das Wissen rund um die eigenen Finanzen ja einen besonderen Wert.

Ob sich eine App als Präsent unter dem Weihnachtsbaum eignet? Warum eigentlich nicht? Schließlich hat der bewusste Umgang mit Taschengeld immer Saison. Und gerade wenn an Weihnachten alle gemütlich zusammensitzen, können spannende Wissensquiz rund um das Thema Geld mit entsprechenden (monetären) Belohnungen und auch spielerische Herausforderungen, die den Wunsch nach Finanzverständnis altersgerecht befeuern, zum gemeinsamen Familienspaß werden.

Quellen.

Hier geht es zur GfK-Umfrage: https://www.gfk.com/de/presse/weihnachten-2021-deutsche-planen-weniger-geld-fuer-geschenke-auszugeben

Ed Sheerans Weihnachtsgeschenke-Tipps finden sich hier: https://www.vip.de/cms/ed-sheeran-zu-weihnachten-4-geschenke-regel-fuer-toechterchen-lyra-4453168.html?c=c8ef